Die Nieren liegen im Bereich beider Flanken und sind lebenswichtige Organe.
Nebst der essentiellen Entgiftung des Organismus spielen sie eine hervorragende und entscheidende Rolle bei der Regulierung des Mineralstoffwechsels, beim Säure-Basenstoffwechsel, beim Knochenstoffwechsel (u.a. Synthese des aktiven 1.25-Vitamin D) und bei der Blutbildung (Synthese des Erythropoietins). Darüber hinaus sind die Nieren sehr wichtig für eine intakte Blutdruckregulation.
Dementsprechend betreffen Nierenkrankheiten häufig mehrere Organsysteme. Häufige Erkrankungen der Nieren sind auch Steinleiden und Infektionen.
Andererseits werden die Nieren relativ häufig geschädigt durch Allgemeinkrankheiten wie Hypertonie (hoher Blutdruck) , Zuckerkrankheit, immunologische Krankheiten, Infektionskrankheiten und Krebsleiden.
Flankenschmerzen, Schmerzen in der Blasengegend, Blut- und Eiweiss im Urin sowie ein hoher Blutdruck können auf eine Nierenkrankheit respektive eine Erkrankung im Bereich der Harnwege und der Harnblase hinweisen.
Dabei kann der Befall bis zum akuten und chronischen Nierenversagen führen, wobei zum Ueberleben eine Dialysebehandlung respektive eine Nierentransplantation notwendig werden kann.
Relativ häufig verlaufen Nierenkrankheiten langezeit ohne eigentliche Beschwerden, weshalb sie unter Umständen erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt werden.
Der Früherkennung dieser Leiden hat deshalb eine grosse Bedeutung, weil durch eine rechtzeitige Erkennung und Behandlung das Fortschreiten der Nierenkrankheiten häufig günstig beeinflusst werden kann.
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